„Hanau ke apapa nu´u
Hanau ke apapa lani
Hanau Pele, ka hihi´o na lani“
Das ist das Lied, was wir jeden Morgen singen zum Beginn unserer Besprechung, und das war auch das Lied, was ich passender Weise während unserer Wanderung zum Lavastrom im Kopf hatte. In dem Lied geht es nämlich darum Pele, die Feuergöttin, um Erlaubnis zu bitten auf ihrer Insel sein zu dürfen 🙂
Der Trip war also vorvorletzten Freitag und begann damit um 4 Uhr morgens aufzustehen. Das war eine ganz schöne Überwindung, aber gleichzeitig war die Vorfreude so groß, dass es erstaunlicherweise besser ging als gedacht. Dann sind wir mir Auto bis ans Ende unserer Staße gefahren, da wo die Lava die Straße letztes Jahr verschluckt hat und ich schonmal zum Lava gucken war. Von da aus haben wir Kurs auf die in 8 km Entfernung leuchtende Lava genommen. Das Glühen der Lava kann man übrigens nur in der Nacht sehen. Begleitet waren wir von einem wunderschönen Sonnenaufgang:
Dieser schöne Sonnenaufgang war auch der Grund, warum die Lava in wunderschönen Goldtönen schimmerte 🙂 Es hat ganze 2 1/2 Stunden gebraucht, bis wir den aktiven Lavastrom gefunden hatten, doch die Zeit verging im Flug! Meine Augen hatten so viel zu erkunden, kein Lavastück gleicht dem anderen und man musst auch ein bisschen aufpassen, wo man hintritt. Die Lava ist zeimlich brüchig an einigen Stellen, aber das hatte man schnell raus. Trotzdem hatte ich einige kleine Schnitte an meinen Beinen, als wir wieder da waren, von kleinen Stückchen. Frische Lava ist nämlich scharf wie Rasierklingen. Hier einige Bilder von der Hintour:
Irgendwann sah man dann Hitzewellen und man sah sie nicht nur, man hat sie auch gefühlt 😀
Nach den Hitzewellen kam dann auch gleich das man durch die Risse durch das Glühen sehen konnt. Das war echt verrrückt!! Ich hatte leider keine gute Schuhwahl getroffen…. Zum Laufen waren sie klassen, aber zum auf der Lava stehen, waren die Sohlen einfach ein bissl zu dünn…. 😀 Das hieß für mich tanzen auf der Lava 😉 damit meine Füße nicht verbrennen! Zum Glück regnete es als wir da waren. Ich dachte erst, na toll, die ganze Zeit hatten wir schönes Wetter und jetzt? Aber es ehrlich gesagt ein Segen! Hitze von Unten, Kühlung von Oben!
Alles was ihr in dem Bild oben sehen könnt, was hellgraue Lava mit einigen rot leuchtenden Stellen ist, ist ein aktive Lavastrom. Und das kleine Tal, was zwischen mir und den beiden Mädels auf der anderen Seite liegt, war nachdem wir den Strom nach 1 Stunde Beobachten verlassen hatten, nicht mehr da. Ich hätte aber immer gedacht, das Lava schneller fließt… das hängt aber bestimmt von der Menge, dem Druck der dahinter steht und der Neigung des Vulkans ab.
Auf diesem Foto sieht man mich, wie ich versuche ein Stück der Lava abzutrennen 🙂 Ich hab es auch geschafft! Beth (meine Mitbewohnerin) und ich sind sehr anderen Meinung über das Resultat, ich meine, es ähnelt einem Engel, sie meint es sieht aus wie eine Schildkröte…. naja 😀
Ich dachte echt ich verbrenne da zwischen der Lava, aber die 2 min für Fotos hab ich durch gehalten 😉 und auf dem Foto sieht es ja einfach nur super entspannt aus … aber in Wahrheit war es unendlich heiß!! Wie 90° Sauna Aufguß hat es sich angefühlt wegen dem Wind, nur das ich Klamotten anhatte und wir ´ne ganze Stunde da waren 😀 Trotzdem würde ich es immer wieder machen! Das Überraschendste von Allem war jedoch der Klang! Wenn die Lava gerade erstarrt war vom kühlen Meereswind, aber im Untergrund noch floss und sich weiter ausdehnen wollte! Unglaublich, unbeschreibbar, ein Mix aus Knarren, Knistern und Bersten von neugeborenem Gestein!
Ich liebe dich auch Pele! 😀 Das sieht doch wirklich wie ein Herz aus, oder?
Begleitet von diesem wunderschönen Sonnenschein ging es dann zurück und obwohl ich der Lava noch stundenlang hätte zuschauen können war ich einfach glücklich aus der Hitze rauszukommen und nicht mehr die ganze Zeit von Fuß zu Fuß hüpfen zu müssen 😀
Diese Vulkanformation nennen die Hawaiianer Peles Haare! Auf dem Foto habe ich eine besondere Strähne von Ihr erwischt, da hier blaue und Schwarze Lava Ineinander gelaufen sind!
… und mit diesem Ananasfoto beende ich die Fotoreihe. Für alle die jenigen, die sich schon immer gefrag haben wie Ananas wächst! Nur eine Ananas pro Pflanzen und dann stirbt sie! Allerdings kann man den Grünen Blätterteil der Flucht wieder in den Boden setzen und so erhält man eine neue! 🙂
Insgesamt waren wir 6 Stunden auf dem Lavafeld und dieser Trip zählt ganz sicher zu meinen besten 3 Tage meiner ganzen Reise!! Hoffe nochmal eine Tour in der Nacht machen zu können 🙂
Zum Schluss zu meiner Woche: Ich hatte meine erste Hulastunde! Es ist ganz anders als ich gedacht hätte, vom Tanzen her hat es sehr viel mit Körperkontrolle und Trennung der Bewegung einzelner Körperabschnitte zu tun. Aber das Schwirige ist, dass man Hawaiianisch können muss, um Hula zu tanzen 😀 denn beim Hula tanzt man ja verschiedene Geschichten aus dem Leben der Hawaiianer. Wir haben mit einem Lied über Pele, der Feuergöttin, angefangen. Während Jonathan unser Hulalehrer (ich arbeitet mit ihm auch in unserer Gärtnertruppe zusammen, er ist der Co-Chef) das Lied über Pele singt, müssen wir an verschiedenen Stellen ihm auf Hawaiianisch anworten und das tanzen, was er singt :D.
Sonst hab ich noch gelernt, wie man Palmenblätter flechtet um daraus Dekoelemente zu formen. Das hab ich dann auch gleich umgesetzt um mein Zimmer etwas zu verschönern 🙂 …. mal gucken ob das wirklich ne gute Idee war, oder ob ich damit nur die Feuerarmeisen zu meinem Bett locke 😀 aber das werde ich sicher schnell merken! Heute haben wir den ganzen Tag verbracht um Pukupuku-Farn und Laua´e, auch eine Art Fran zu pflücken. Warum? Ab Samstag haben wir das Puna Musik Festival hier in Hawaii und Kalani ist einer der großen Gastgeber, sowohl das Eröffnungskonzert, als auch das Abschlusskonzert, wird auf unserem Gelände stattfinden. Unsere Truppe ist für die Deko zuständig und die wird zu 100% aus Hawaiianischen Pflanzen bestehen, was wir danach kompostieren können. Bilder folgen bald 😉
Den großen Teil der Arbeitzeit hab ich diese Woche allerdings mit unserem AquaponicsSystem beschäftigt. Ein System mit dem wir Gemüse und Kräuter für unsere Küche produzieren. Es ist ein Wasserkreislauf aus Pflanzen und Fischen und seit wir das Sytem haben musste das Wasser noch nicht einmal ausgewechselt werden. Das erzählen sie auch den Gästen, ist auch richtig, allerdings wird Wasser von Zeit zu Zeit nachgefüllt, weil Wasser verdampft! Naja, Marketing steht auch hier über der Wahrheit 😀 Dabei muss man das System aus meiner Sicht nicht unnötig aufhübschen….. Ich hatte auf jeden Fall die Ehre zu lernen, wie man mit dem System umgeht und Samen pflanzt. Ich hab auch gleich 200 Zwiebel gepflanzt… hoffe dir werden auch was 🙂 Das hat auch echt Spaß gemacht und ich hoffe in werde in Zukunft noch mehr an diesem System mitarbeiten dürfen, anstatt Lava zu hacken 😀 Ich muss aber auch gestehen, bevor ich diesen exklusiven Einzelunterricht bekommen hab, hab ich freiwillig 1500 kleine Pflanzkübel gesäubert…. Naja, was man nicht alles macht um langfristig von Moskitos und Feuerarmeisen wegzukommen 😉






















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